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Durch Träume verarbeiten wir Erfahrungen, darin können sich unsere Wünsche spiegeln, unsere Ängste und Erinnerungen. Träume verweigern sich den Grenzen der Realität und schöpfen aus unserer Vorstellungskraft. Unfreiheit verhindert überhaupt die Idee zu entwickeln, sich Träume auszumalen, in ihnen zu schwelgen und an Chancen zu glauben. Ein Programm, das sich Wege sucht aus politischer Unterdrückung oder gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. So wird ein ostdeutscher Fluss zur Stimme für zwei ermordete kubanische Gastarbeiter·innen. Im Stuttgarter Fasanenhof wird ein Raum für Träume durch die dokumentarische Annäherung geöffnet, während zugleich Stigmata der Wohnsiedlung die Zeiten überdauern. Eine Animation erzählt von den Beobachtungen politischer Umwälzungen, ohne die Suche nach der eigenen Haltung auszulassen. Einen Traumfänger, der vor Alpträumen beschützt, wünscht man den Kindern im Morgenkreis einer Berliner Kindertagesstätte, deren frühkindliche Beunruhigung uns aufweckt. Während die Melodie von Mackie Messer Generationen verbindet, bleibt Schuld der Vergangenheit in ihren Wiederholungen als klebrige Lehmklumpen zurück, wie ein Reim, den man schütteln muss, um ihm zu entkommen.