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Nach der Wende kommt der Richtungswechsel: Dort, wo die Sonne am höchsten steht, wird sie demnächst untergehen. Ein Programm zwischen den Zuständen, als prozesshafte Veränderungen klimatischer Bedingungen, als Verluste von Verbindungen oder Entdeckungen eines unbekannten Lebens als Projektionsfläche unserer Sehnsüchte. Christoph Hochhäusler hat einen neuen Kurzfilm gemacht, der so nahtlos wie erfrischend an sein Werk anknüpft, das immer schon nach den Abzweigungen und Brüchen suchte, die unsere Leben in Bewegung bringen. Dabei werden wir selbst in einen Raum des Geschichtenerzählens hineingezogen und geraten zwischen die Deutung der Bilder einer Affäre. Elit İşcan erzählt so präzise wie poetisch von einem Morgen, an dem zwei Menschen um eine Entscheidung ringen. Als wäre das Ende des Sommers nicht zu akzeptieren, inszeniert Nicolaas Schmidt sinnbildlich einen Tag an der Nordseeküste, an dem ein Sturm aufzieht. Eine Parabel auf unsere Zeit, so dicht wie kinematographisch willensstark. Wie lässt sich das, was auf eine nächste Generation zukommt, in nahbare Bilder bringen, fragen Juliane Jaschnow und Stefanie Schroeder in der widerständigen Form einer Collage der Warnungen. Diese werden auch in dem interdisziplinären Projekt der Künstlergruppe Diakron offensichtlich, wenn unsere Wahrnehmung sich durch die Simulation eines zukünftigen Sommers plötzlich verändert.