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Sie sind hölzern, aus Porzellan oder Glas – manche bringen Glück, andere werden versteckt gehalten oder erzählen Geschichten. Die Figuren sind das prägende Motiv dieser Filme, so unterschiedlich sie auch inszeniert werden, scheinen sie sich alle an der Zeit festzuhalten. In dem durchdringenden DER ZUCKERTURM von Hedda Bednarszky sind es die Menschen selbst, die versteinern. Ein dokumentarischer Blick entdeckt in einem alten Haus nicht nur eine Marionette, sondern auch Spuren ihrer Geschichte als Gevatter Tod. Alle Figuren haben ein eigenes Leben hinter sich und sind an unterschiedlichen Orten gewesen. Eine Provenienzgeschichte macht deutlich, dass sie doch bei all der Nahbarkeit als Objekte immer auch fremdbestimmt und ohnmächtig bleiben. Diese Starre wird in Pola Raders Film aufgehoben, indem sie mit neuer Technologie verformt und Erinnerungen weckt. Schließlich ist es der Protagonist Hamburger Dokumentarfilmlehre, Gerd Roscher, dem ein Denkmal in Bewegung gesetzt wird und ihn noch einmal zur Figur werden lässt, die nicht vergeht. In der Lebendigkeit, die in der Materialästhetik auch Vergänglichkeit mitdenkt, wird deutlich: Figuren sind immer auch Bilder, die inspirieren und durch die wieder neue Bilder entstehen.