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Die Choreografin URSina Tossi und ihr Team erkunden mit ihrer neuen Arbeit E(R)DEN den ambivalenten Charakter des »Gartens Eden«. Das Paradies ist für sie weder ein jenseitiger, noch idyllischer Ort, kein religiöser Kontrollraum, kein Sehnsuchtsort und kein touristisches Ressort. Es ist ein Zustand von Fülle, der hergestellt werden muss.
In Zeiten ökologischer Knappheit sowie des Schwindens von Nähe, Kontakt und Aufmerksamkeit sucht E(R)DEN nach der Kraft von Bewegung, Begegnung, Wärme und Ekstase. So wird der Tanz zu einer subversiven Praxis, die die Logik der Effizienz unterläuft und die Fülle feiert. E(R)DEN gräbt in den Schichten aus Erde, Geschichte und Begehren und sucht nach einer anderen Form von Grund, der weich, durchlässig und lebendig ist. Was, wenn das Paradies keine geografische Lage, sondern eine Haltung des Teilens und Öffnens ist?
Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz URSina Tossi
Dramaturgie Diego de la Rosa
Creative Production Jessica Buchholz & Alexandra Schmidt
Tanz & Co-Choreografie Damini Gairola, Sakshi Jain, Ingjerd Solheim, Tenzin Chöney, Mark Christoph Klee
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Audience Development Hark Empen
Sound Johannes Miethke
Szenografie Lea Kissing
Kostüm UNina Divitschek
Mitarbeit Kostüm Meret Zürcher
Access Dramaturgie & Beratung Eti Lufter
Audiodeskription Ursina Tossi & Team
Künstlerische Assistenzen: Pauline Michel & Marino Ariza
Outside Eye Su Jin Kim
Video Friederike HöppnerRSina Tossi
»URSina bedeutet Bär:in, Künstler:in, Tänzer:in, Choreograf:in, Elternteil, Audiobeschreiber:in, Coach*, Autor:in, Traumjäger:in, Trauma-Befreier:in, Alien.
Ich bin in einem kleinen Dorf in Süddeutschland aufgewachsen. Vater Musiker. MutterPflegekraft. Zwei Geschwister. Geringes Einkommen. Erfahrungen im Klassizismus wurden gemacht. Mit 15 Jahren verließ ich meine Familie, fand und gründete neue. Ich sammelte Erfahrungen als Verkäufer:in, Pflegekraft und in anderen körperlichen Berufen, aber auch als queerfeministische Aktivist:in. Bevor ich im Alter von 25 Jahren den Tanz entdeckte, bekam ich mit 19 meine erste Tochter und war 15 Jahre lang alleinerziehend. Ich studierte klassisches Ballett, zeitgenössischen Tanz, Politik und Philosophie in Ludwigshafen und Mannheim, erhielt 2014 meinen MA in Choreografie an der ArtEZ Arnhem und wurde zertifiziert in alba-emoting® und systemischem Coaching.
Meine Stücke entstehen aus queerfeministischen Position und gemeinsam mit den Menschen, mit denen ich lebe, arbeite und tanze.
Ich interessiere mich für die Spannung zwischen Körper und Diskurs, historischen Bildern und Popkultur, Tanz und Text, Form und Freiheit sowie ambivalenten Figuren aus Mythologie und Geschichte(n). Ich arbeite transdisziplinär und kollektiv mit polyphonen Gruppen aus einer Vielzahl von Tanzkulturen und -kontexten sowie mit Aesthetics of Access.
Mein Körper kennt viele Formen und Techniken wie zeitgenössischen Tanz, klassisches Ballett, Play Fight, Emoting-Bodies und lernt von allen Künstler:innen, mit denen ich tanze. Meine Stücke laden das Publikum ein, näher zu kommen und sich von kraftvollen Bildern, einer einzigartigen, exzessiven und alltäglichen Tanzvirtuosität und der immersiven, emotionalen und erotischen Intelligenz von Gruppenkörpern bewegen zu lassen.«
E(R)DEN ist eine Produktion von Ursina Tossi in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und der TanzFaktur Köln. E(R)DEN ist gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, vom Kulturamt der Stadt Köln und durch den Diversitätsfonds vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen