Prolog - 10 VIEWS ON MIGRATION

Alte Feuerwache Köln
Melchiorstraße 3, 50670 Köln
Di, 13.09.2022
Start: 19:00 Uhr

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About the Event

Die Ausstellung 10 VIEWS ON MIGRATION ist das Ergebnis eines mehrjährigen Projekts, das von den Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) in Tunis, Dakar, Dar-es-Salaam und Johannesburg initiiert wurde, um auf eher unbekannte Migrationsrouten und Fluchterfahrungen innerhalb Afrikas aufmerksam zu machen. Roll-ups bieten Hintergrundinformationen über die Regisseure und die Inhalte von neun Kurzfilmen aus Ägypten, Algerien, Djibouti, Elfenbeinküste, Gambia, Kamerun, Mali, Senegal und Tunesien, die an Tablets mit Kopfhörern individuell gesichtet werden können. (Ein zehnter Film aus dem Sudan konnte aufgrund der politischen Situation nicht realisiert werden). Die Filmgeschichten bieten ungewohnte Einblicke zu Ursachen und Erscheinungsformen von Flucht und Migration auf dem afrikanischen Kontinent. Zur Eröffnung sind der Filmemacher Muhammed Lamin Jadama aus Gambia sowie Hildegard Kiel, die Kuratorin des RLS-Projekts, eingeladen. Aus aktuellem Anlass informiert Gina Hitsch von der Kölner Initiative „Blacks in Cologne/Be Your Future“ über die Situation und die Diskriminierung afrikanischer Geflüchteter aus der Ukraine. Zu Gast ist auch der aus Kamerun stammende Künstler Jerry Helle, dessen Gemälde ergänzend zur Ausstellung zu sehen sind. In seinen Bildern setzt er sich mit seiner Familiengeschichte, postkolonialen Ideen und dem Konzept von Heimat und Zugehörigkeit auseinander. Zu den traditionellen Handelswegen auf dem afrikanischen Kontinent gehört die Verbindung von Ostafrika zur Arabischen Halbinsel quer durch das Horn von Afrika – ACROSS THE HORN. Demselben Weg folgen seit den 1990er-Jahren Migrant:innen aus Äthiopien und Djibouti in zunehmender Zahl. Der Film zeigt, auf welche Infrastruktur und Hürden Geflüchtete entlang dieser bei uns wenig bekannten Migrationsroute stoßen. In AHLOU AL-KAHF erinnern die Rapper Jojo M und Galâa wie in einem offenen Brief an die Geschichte von Auswanderern aus der tunesischen Bergbauregion Redeyef in französische Städte wie Nantes. Mit einer Super-8-Kamera aufgezeichnete Schwarz-Weiß-Bilder liefern die passende, historisch anmutende Illustration dazu.

Die Filme der Ausstellung:

ACROSS THE HORN (R: Oualid Khelifi; Algerien/Djibouti/Äthiopien 2019; frz /arab OmU; digital; 20 min.)

AHLOU AL-KAHF (COMPANIONS OF THE CAVE) (R: Fakhri al-Ghezal; Tunesien 2019; arab OmU; digital; 18 min.)

LUNTANGO (STRANGER) (R: Muhammed Jadama/Vanessa Macedo; Gambia/D 2019; engl/mandinka OmU; digital; 17 min.)

EXILÉES (EXILED) (R: Ager Oueslati; Algerien 2019; engl/frz OmU; digital; 14 min.)

MA NOUVELLE VIE EUROPÉENNE (MY NEW EUROPEAN LIFE) (R: Abu Bakr Sidibé; Mali/D 2019; frz OmU; digital; 22 min.)

PERDUS EN TRANSIT (LOST IN TRANSIT) (R: Mamadou Dia; Senegal 2019; frz OmU; digital; 18 min.)

SEARCHING FOR GHAZALA (R: Bassam Murtada; Ägypten 2019; arab OmU; digital; 20 min.)

SYNCOPATION (R: Charles Tshuma; Südafrika/Ghana 2019; engl OmU; digital; 20 min.)

BEN BA BATO’ (FOREIGNERS) (R: Christoph Nyemeck; Kamerun 2019; frz OmU; digital; 10 min.)

LUNTANGO bedeutet „Fremder“ und als ein solcher fühlt sich Muhammed, der aus der Region Senegambia stammt und seit 10 Jahren in Deutschland lebt, egal wo er sich gerade aufhält: Bei seiner Familie und seinen Freunden in Westafrika gilt er als Europäer, in Deutschland wird er gefragt, wann er nach Hause zurückkehrt. Mit fotografischen Mitteln zeigt der Aktivist, was es heutzutage bedeutet, als Schwarzer auf der Flucht zu sein. Wie Exilierte (EXILÉES), Ausgestoßene, fühlen sich Frauen, die aus Ländern südlich der Sahara in Richtung Libyen und Europa aufgebrochen und in der Wüstenstadt Agadir im Niger gestrandet sind. Der Film ist Priska gewidmet, einer Geflüchteten, die es bis zur nordafrikanischen Küste geschafft hatte, aber bei der Bootsfahrt über das Mittelmeer ertrunken ist. MA NOUVELLE VIE EUROPÉENNE – Als der Malier Abou endlich Europa erreichte, schien es, als würde ein neues Leben für ihn beginnen – ein Leben mit einer Zukunftsperspektive. Doch während sein Film über seine Reise nach Europa überall in der Welt gezeigt wurde, lebte er isoliert in einem deutschen Flüchtlingsheim. Eine essayistische Reflexion über Europas unsichtbare Grenzen und über das Filmemachen als Akt des Empowerments. Die Dokumentation PERDUS EN TRANSIT gewährt Einblicke in den Alltag von zwei Asylsuchenden im Senegal, einem Land, das traditionell Geflüchtete aus dem gesamten Kontinent willkommen hieß. Die Kamera folgt Mahamat, einem 60-jährigen Politiker aus dem Tschad, und Jamal, einem 26-jährigen Studenten aus Mauretanien. Es bleibt den Zuschauer:innen überlassen zu entscheiden, ob Senegal eher ein Land des Transits ist oder eines, das Migrant:innen gastfreundlich begegnet. SEARCHING FOR GHAZALA – Der Regisseur Bassam Murtada kündigt ein offenes Casting für Geflüchtete in Ägypten an. Er sucht einen Hauptdarsteller für seinen ersten Spielfilm GHAZALA. Er handelt von einem sudanesischen Flüchtling, der davon träumt, ein professioneller Fußballer zu werden. Beim Vorsprechen und während eines Schauspielworkshops lernt er die Geschichte von Rico und anderen Geflüchteten kennen. SYNCOPATION – Ein Geflüchteter aus der Elfenbeinküste verdient sich seinen Lebensunterhalt in Südafrika als Arbeiter in der Leder-Industrie. Im Zuge eines beängstigenden Anti-Einwanderungsmarsches widersetzt er sich der Enge seiner Lederwerkstatt, in der er sich seit sieben Jahren verbirgt, und begibt sich auf einem Spaziergang quer durch die Stadt Pretoria auf die Suche nach menschlichem Kontakt. Migrant:innen haben es nicht leicht in Douala, der Hauptstadt Kameruns. Über ihre harten Arbeitsbedingungen hinaus sind sie Misshandlungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Doch der Film BEN BA BATO’ zeigt eine Ausnahme von dieser Regel: Mit ihrer engen Freundschaft demonstrieren zwei Ladenbesitzer – Ali aus Guinea und Bosis aus Kamerun – wie ein offenes, menschliches Miteinander funktionieren kann. Der 10 Film, LIFELONG TRANSIT von Ahmad Mahmoud, konnte nicht realisiert werden, weil politische Spannungen die geplanten Dreharbeiten im Südsudan unmöglich machten. In der Ausstellung finden sich auch Informationen über diesen Regisseur und seine Filmidee.

Kooperation:
Blacks In Cologne/Be your future
DOMID e V
Friedensbildungswerk Köln
Rosa-Luxemburg-Stiftung