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Nach der Produktion Skin Deep vertieft OCN die Auseinandersetzung mit unserem Körpererleben und geht den nächsten Schritt. Dabei trifft körperliche Selbsterfahrung auf Identitätsschablonen, Normen und Zuschreibungen. Die Choreografen Pau Aran und Helge Letonja, die jeweils eine eigene Arbeit für diesen Double-Bill entwickeln, eint die Überzeugung, dass der Körper uns zu uns selbst führt und zeigt, wie viele Facetten wir uns zugestehen müssten, um wirklich wir selbst zu sein.
Im Tanz zwischen Natur und Kultur entfaltet der Abend Wege zur Wertschätzung jedweden körperlichen Seins.
„Man frage mich nicht, wer ich bin, und man sage mir nicht, ich solle der Gleiche bleiben.“
(Michel Foucault)
Wer hat noch nie Spannungen zwischen Selbstwahrnehmung und sozialem Blick erlebt? Sich im „falschen Körper“ zu fühlen, wird als gemeinsame menschliche Erfahrung zum Ausgangspunkt der künstlerischen Recherche. Die Reibung zwischen dem empfundenen Körper und den gesellschaftlichen Körperbildern, die vielfach Leid hervorruft, wird hier zum Funken der Kreativität und zu einer Suche nach Heilung.
Nach der Produktion Skin Deep von Helge Letonja und Tù Hoang vertieft OCN die Auseinandersetzung mit dem Köpererleben. Dabei stehen den unmittelbaren Erfahrungen und leiblichen Erinnerungen des eigenen Körpers gesellschaftliche Beurteilungen und Zuschreibungen gegenüber, die oftmals einschränken und trennen. Das ‚Selbst‘ als Individuum in Konfrontation zur Gruppe, zur Gesellschaft - ein Gegensatzpaar, ein Spannungsfeld, zwei Entitäten, die einander beeinflussen, das eine ständig in Gefahr, sich in den anderen zu verlieren. Bodily me - bodily us. Wie verhalten wir uns zu tradierten Welt- und Menschenbildern?
Informationen zu den Künstler*innen:
Der Choreograf Pau Aran, langjähriger Tänzer bei Pina Bausch, und Helge Letonja, künstlerischer Leiter des Ensembles, blicken mit der Kompanie Of Curious Nature mittels Tanz auf die Selbstwahrnehmung des Körpers. Die beiden Choreographen eint dabei die Überzeugung, dass Tanz zeigen kann, wie viel Wandelbarkeit und Bewegung dem Selbst zugestanden werden müsste und wie sich das Selbst in einer Gemeinschaft beheimaten kann.
Pau Aran dient die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an Licht, Klima und Umgebung als Metapher für diese künstlerische Auseinandersetzung. Er vergleicht das Selbst mit dem Ökosystem, dessen Teil es ist: vielfältig, wandelbar, beeinflussbar von äußeren Anstößen, innerlich in fortlaufenden Verhandlungen zwischen Wunsch, Umgebung und Eigenwahrnehmung.
Helge Letonja betrachtet den Körper als Gefäß und schaut auf Formen des Ausdrucks und des Handelns in Bewegung und wodurch sie sich verfestigen: Evolution, soziale Erfahrung, tradierte Bilder, die Weitergabe von Generation zu Generation. Um eigene oder äußere Festschreibungen zu umgehen, sucht er mit den Tänzerinnen und Tänzern eine Bewegungssprache, die mit dem Inneren verbunden ist und Beziehungen zu anderen Körpern als Resonanzen oder Dissonanzen versteht.
OCN schafft Raum zwischen Natur und Kultur und eröffnet im Tanz Wege zur Wertschätzung für jedes energetische Selbst.
Dauer: tba
Alle öffentlichen Bereiche der Schwankhalle sind ebenerdig und stufenlos erreichbar.
Es gibt drei verschiedene WCs: Eine barierrefreie Toilette, die auch für Rollstuhl-Fahrer*innen nutzbar ist, eine Toilette mit 3 WC-Kabinen und eine Toilette mit Pissoirs und einer WC-Kabine.
Der Publikumsbereich ist in der Regel bestuhlt.
Die Rollstuhlplätze befinden sich in der ersten Reihe und können im Vorfeld telefonisch unter 0421 520 80 70, per Email unter ticket@schwankhalle.de oder per Eingabe im Ticketshop reserviert werden.