Der Ticketvorverkauf beginnt am 1. Februar um 10 Uhr.
„Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.“ – Bibel
„Wir sind wie die Spinne. Wir weben unser Leben und bewegen uns dann in ihm. Wir sind wie der Träumer, der träumt und dann in diesem Traum lebt. Das gilt für das gesamte Universum.“ – Upanishaden
Wir sind ein ständiges Auseinanderfallen, ein langsames Sterben oder Staubwerden. Wir verlieren Teile von uns selbst und fügen diese zu einem Gemeinwesen aus Staub hinzu, das andere Wesen und deren Abstoßung einschließt – Haare, Körner, Pollen, pulverisierte Sterne, Kunstfasern, Mineralien, Reifenabrieb und Staubmilben. Staub ist Auflösung und Verfall, aber auch der Nährboden für das sich ständig erneuernde Leben. Staub durchdringt alles und widersetzt sich jeder Idee von Ganzheit, Abgeschlossenheit, Dauerhaftigkeit und Kontrolle.
Staub ist ein interdisziplinäres Projekt mit Elementen von Objekttheater, Bildender Kunst, Performance und Musiktheater. Wir sehen einen Raum, ein Zuhause, der langsam zerfällt. Wie auch wir zerfallen, wie unsere Lebenswelt zerfällt, die Ökosysteme, die Kultur, soziale Strukturen oder Träume. Staub ist eine performative Meditation zu Vergänglichkeit, Tod und Verfall. Staub ist eine theatrale Andacht, ein Vanitas-Stilleben, eine rituelle Auflösung von zivilisatorischem Ballast als Befreiung, ein Sich-Schälen oder Häuten. Staub ist Schönheit, Ruhe und Gelassenheit.