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Der Programmpunkt NEWCOMER versammelt vier künstlerische Positionen, die im Rahmen von tanzLOKAL – dem Nachwuchsformat des Festivals tanzOFFensive – erstmals sichtbar wurden und nun im Kontext der [NEO]jungetanz-woche weiterentwickelt, vertieft und einem jungen Publikum vorgestellt werden.
NEWCOMER versteht sich als Schnittstelle zwischen Förderung und Professionalisierung. Die eingeladenen Künstler:innen tanzen bereits auf hohem künstlerischem Niveau und nutzen diese Plattform, um ihre individuellen Ausdruck weiter zu schärfen. Unterschiedliche ästhetische Zugänge, biografische Hintergründe und Themen treffen aufeinander und eröffnen ein vielstimmiges Bild zeitgenössischer Tanzpraxis.
DuoLiKa (D)
Zeitraumbeziehung
Die Schwestern Lena und Thea Bentz sind DuoLiKa und präsentieren eine überarbeitete Fassung ihrer Performance, die im vergangenen Jahr im tanzLOKAL erstmals gezeigt wurde.
Die erneute Einladung ermöglicht ihnen, ihre choreografischen Ideen zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Ihr Tanz lebt von einer feinen, gemeinsamen Präsenz, körperlicher Nähe und einem sensiblen Umgang mit Zeit, Raum und Beziehung.
BAHAA ELDIN BADAH (PSE)
Premiere: Carrying Home
Gemeinsam erarbeiten paletta.kesim&friends mit dem jungen
palästinensischen Tänzer Bahaa Eldin Badah ein Solo, das aus
einer zweiwöchigen Residenz in der EISFABRIK entstanden ist.
Die Performance versteht sich als offener Werkstand und ist eine
persönliche tänzerische Auseinandersetzung mit Identität, Heimat
und Zugehörigkeit sowie mit dem Einstehen für die eigene kulturelle
Herkunft. Der Körper wird dabei zum Träger von Erinnerung und
Erfahrung und öffnet einen Raum zwischen Verletzlichkeit und
innerer Stärke.
Koproduziert von der EISFABRIK.
PAUSE
JAKOB SCHUIR (D)
Momentum
Wie findet man sein Momentum? Wohin führt es einen?
Wie kann ich ausbrechen?
Jakob Schuir zeigt eine weiterentwickelte choreografische
Performance, die sich durch eine klare kompositorische Struktur
und eine präzise Bewegungssprache auszeichnet. Sein Ansatz
bewegt sich zwischen formaler Genauigkeit und körperlicher
Offenheit. Im Rahmen von NEWCOMER wird sichtbar, wie sich
ein junger Tänzer im professionellen Kontext entfaltet.
ADAM CHAKIR (MAR)
Aïta
Adam Chakir zeigt einen Ausschnitt aus seiner abendfüllenden
Soloarbeit Aïta (Premiere 2. Mai 2025). Der Tanz ist inspiriert von
der traditionellen marokkanischen Musikform Aïta, deren Bedeutung
sich mit „Ruf“ oder „Schrei“ übersetzen lässt.
Durch Bewegung, Stimme und den Einsatz von Objekten entsteht
ein dichter performativer Raum, in dem Unterdrückung, Erinnerung
und Widerstand verhandelt werden. Zeitungen und ein Mantel
fungieren als wiederkehrende Spielpartner und erzeugen Bilder von
Kontrolle, Wiederholung und Transformation. Zwischen körperlicher
Intensität und feinem Humor verbindet der Tanz eine politische
Geschichte mit persönlicher Präsenz.
Koproduziert von der EISFABRIK.
Adam Chakir wird gefördert von der Landeshauptstadt Hannover, Kulturbüro