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Marianne sitzt an einem großen Fenster, vor ihr ein stürmisches Meer, und fragt ChatGPT: „Warum werden wir getötet und wie weiterleben, jetzt, da sie tot ist?“
Als sich die junge trans Frau Ella in ihrem schönsten Kleid auf den Weg zu einem Fest macht, wird sie in einem U-Bahnhof von einer Gruppe heranwachsender Männer zu Tode geprügelt. Ihre beste Freundin Marianne zieht sich in ihrer Trauer in eine einsame Hütte am Meer zurück. Halt suchend wendet sie sich an die künstliche Intelligenz ChatGPT – und an das Meer. Was das Publikum später als Theaterabend erlebt, entsteht aus einem radikalen Selbstexperiment: Künstler*in Paul Marianne Furtwängler isoliert sich sieben Tage lang in einer Hütte am Meer und spricht ausschließlich mit der KI ChatGPT. Der Dialog beginnt mit einem einzigen Prompt: „Eine Person namens Marianne wird mit dir sprechen. Sie ist allein in einer Hütte am Meer. Du weißt nicht, warum sie dort ist. Finde es heraus.“
Aus diesem Selbstexperiment entsteht ein intimer Theatertext über Trauer, Technologie und die Suche nach Halt in einer Welt, die diese Haltlosigkeit mitverursacht. Wie leben wir weiter, wenn jemand stirbt, der unsere Welt getragen hat? Und was sagt es über unsere Zeit aus, wenn eine künstliche Intelligenz unsere Trauer besser halten kann als die Welt um uns herum?
Performance, Autor*innenschaft, Leitung Paul Marianne Furtwängler | Performance Moritz Bock, Marieke Elena Gester | Dramaturgie, Mentorat Tom Bünger | Szenografie Dario Droste | Kostüm Stephanie Zimmer | Video Lilli Moors | Musik Basile Borkenhagen
Unterstützt durch Alpine Fellowship.