Der Vorverkauf beginnt am 7. September um 10 Uhr.
Es ist der wohl bekannteste Romananfang der modernen Literatur: Gregor Samsa erwacht eines Morgens in ein riesiges Ungeziefer verwandelt. Das Mitleid seiner Familie schlägt bald in Entfremdung und Aggression um. Samsas Tod ist am Ende eine Erlösung für alle. Der Bühnenbildner und Regisseur Manuel Gerst, ehemaliges Mitglied der Kult-Performancegruppe Monster Truck, verwandelt Kafkas Erzählung in ein Happening.
Im Mittelpunkt seiner Inszenierung steht die Figur des tragischen Käfers, der erneut in einen Prozess der Verwandlung eintritt: Junggesellenabschied meets Aktionskunst. Im Spannungsfeld zwischen Versehrtheit und Unversehrtheit wird hier Kafkas Parabel als Geschichte über Behinderung gelesen. Die Aggression gegenüber dem deformierten Anderen aus der Erzählung wird auf der Bühne in Aggression gegen das Objekt gerichtet.
Ein Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung ist Teil der Veranstaltung.
„Hier ist endlich wieder ein Theaterabend zu erleben, über den es sich lange nachzudenken lohnt.“ – Der Tagesspiegel