KURZFILME 3 Zwischen uns

Filmforum NRW
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Sa, 10.10.2026
Start: 18:00 Uhr - 19:00 Uhr

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Über die Veranstaltung

KURZFILME 3

Zwischen uns

Die sechs Filme in diesem Block folgen bewegten menschlichen Beziehungen.

  • Rottig

    Regie: Liam Minnebo

    Choreografie: Nikki Duin

    Niederlande 2026, 17‘33‘‘

  • The __ Between us

    Regie und Choreografie: Maayan Reiter

    Deutschland 2025, 9’30’’

  • WE

    Regie und Choreografie: Sarah Elgart

    U.S.A. 2025, 3‘51‘‘

  • The (un)fortunate encounters of Kika and Pedro

    Regie und Choreografie: Germán Aguila Gonzalez, Lola Ramírez

    Mexiko 2025, 7’50’’

  • Ane One Two

    Regie: Angelina Zemlianova

    Choreografie: Andrey Tikhonov

    Armenien 2025, 8‘27‘‘

  • Father, Father

    Regie und Choreografie: József Trefeli

    Australien/Schweiz 2025, 11‘19‘‘

 

Rottig

Regie: Liam Minnebo

Choreografie: Nikki Duin

Niederlande 2026, 17‘33‘‘

Eine junge Frau kommt vom Shoppen. Die Wohnung ist still. Dann läuft der Fernseher, brabbelt in die Ruhe hinein. Die Frau wird gepackt von einem anschwellenden Sturm von Erscheinungen – Informationen? Gedanken? Vorwürfen? –, als sei ein Geist aus einer Flasche entwichen, in diesem Fall aus einem angebissenen Apfel. Die Filmgestaltung integriert wie eine Collage Animationen und Schrift, Genre-Vorbilder werden zitiert, der Film-Taumel entspricht dem Tanz und dieser dem Erleben der Protagonistin.

 

The __ Between us

Regie und Choreografie: Maayan Reiter

Deutschland 2025, 9’30’’

Wie beziehen wir uns auf einander, auf uns selbst und die Welt um uns? Der Film lässt seine zwei Protagonistinnen in den Himmel schauen; die Kamera blickt herab auf die beiden auf Asphalt. Techniken aus dem Tanz der Contact Improvisation treffen auf digitale Animationen; eine Geschichte entsteht durch Dialog, Tanz und KI-generierte Bildwelt. Digitale Transformationen verflüssigen, wie magisch, die äußerliche Identität der Tanzenden. Dieses Tanzen mit Partner:in steht dafür, wie wir andere wahrnehmen, ausgehend von eigenen inneren Zuständen, Gefühlen, Träumen.

 

WE

Regie und Choreografie: Sarah Elgart

U.S.A. 2025, 3‘51‘‘

Durch die Straßen von Venice Beach in Kalifornien wandern Ausgestoßensein und Mangel Hand in Hand mit Überfluss und Reichtum. Eine Stadt, zwei Männer. Leben und Leidenschaft. Die zwei erleben dieselben Momente und driften immer wieder in Parallelwelten ab, vielleicht Vergangenheiten, vielleicht Zukünfte.

So geht der Film mit den Mitteln des Tanzes und dem, was die Orte bieten, Gefühlen nach: Isolation und Zugehörigkeit, Verachtung und Mitgefühl.

 

The (un)fortunate encounters of Kika and Pedro

Regie und Choreografie: Germán Aguila Gonzalez, Lola Ramírez

Mexiko 2025, 7’50’’

Kika und Pedro lernen sich in einem altmodischen Café (Rauchen erlaubt) kennen. Ein paarmal, immer wieder von vorn. Aus Redegesten werden Hände, die sich über den Tisch berühren, Köpfe werden schwer, Stimmungen kippen. Irgendwo ist noch Schwung: beim Navigieren von Gefühlen, Erinnerungen, Berührungen, von Kämpfen und Begehren, Paartanz auf Teppich, mit lauter Romantik und Realität. Falls es die gibt. Asche fällt.

Regie führte das tanzende Paar selbst.

 

Ane One Two

Regie: Angelina Zemlianova

Choreografie: Andrey Tikhonov

Armenien 2025, 8‘27‘‘

Eine Tänzerin erwartet ein Kind. Sie ist hochschwanger. Treibt durch ihre Wohnung, Alltag und sanfter Tanz. Ihre Stimme begleitet sie dabei, immerzu zählt sie und fügt zwischen die Zahlenreihen ihre Gedanken. Turbulente Gefühle, Zukunft und Vergangenheit, körperliche und geistige Veränderungen, dazu die krisenhaften Zeiten: Das gestalten sie und der Film mit Zeitgenössischem Tanz. Er stellt den Weg zu sich selbst und darüber hinaus dar. Dann ist das Kind da, ein neuer Mensch.

 

Father, Father

Regie und Choreografie: József Trefeli

Australien/Schweiz 2025, 11‘19‘‘

Der australische Tänzer József Trefeli wurde nach seinem Großvater benannt. Er hat ihn nie kennengelernt und macht sich nun auf die Reise in die Familiengeschichte. Sein Vater, ein Ungar, war 1956 nach dem erfolglosen Aufstand gegen die Kommunisten nach Australien geflohen. Von den Echos seiner Herkunft angezogen, versucht József sich wieder zu verbinden mit der Sprache und Kultur seiner Vorfahren. Angeleitet von der Stimme seines Vaters und den lange gehegten Geschichten wagt er sich ins Heimatland der Ahnen. Dort deckt er ein Erbe auf, in dem sich Geschichte und Erinnerungen ineinander verwoben haben.

 

 

 

 

Veranstalter:in

Moovy 2025