Der Vorverkauf startet am 1. März um 10 Uhr.
Seit den 1990er Jahren wächst die Präsenz deutscher Automobilkonzerne in Ungarn. Die Autoindustrie wurde zum zentralen Symbol eines komplexen kapitalistischen Systems, das unseren Alltag prägt. Das Fließband steht niemals still, das Tempo steigt unaufhörlich, Leistung wird optimiert. Alle zwei Minuten verlässt ein Auto die Fabrik, alle zwei Monate feiert eine neue Theaterproduktion Premiere. Konsum schafft Arbeitsplätze, die den Konsum weiter ankurbeln, während die soziale Schere immer weiter auseinanderklafft.
Ein Schauspieler und zwei Arbeiter*innen aus deutschen Premium-Automobilfabriken in Ungarn richten ihren Blick auf dieses Gefüge. Drei persönliche Geschichten treffen auf der Bühne aufeinander und eröffnen neue Perspektiven auf Arbeit, Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Kann es in diesem Zustand permanenter Beschleunigung bereits ein Akt von Solidarität und Widerstand sein, sich Zeit zu nehmen, einander kennenzulernen – und sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen?
Nach dem großen Erfolg von Hungarian Acacia, das 2019 im Rahmen von SPIELART im HochX gezeigt wurde, ist nun an den Tagen vor der ungarischen Parlamentswahl die Deutschlandpremiere von Drive am HochX zu sehen.