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Nabelgang (Köldökjárás) ist ein Rechercheprojekt und Workshop-Format, das Eltern/Großeltern und Kinder in einen gemeinsamen Erfahrungsraum einlädt. Es schafft eine Atmosphäre, in der Kinder und Erwachsene den Prozess durch Bewegung, Spiel und Begegnung gemeinsam gestalten und neue Formen des Miteinanders entdecken.
In früheren Arbeiten war mein Kind meist nicht im Studio, was zwar Fokus ermöglichte, jedoch mein Leben als Elternteil und Künstlerin trennte. In meiner künstlerischen Entwicklung entstand das Interesse, diese beiden Welten zu verbinden.
Die Idee entwickelte sich aus meiner künstlerischen Praxis im Bereich Tanz und Bewegung sowie aus der Erfahrung des Elternseins. Dabei wurde für mich die Frage zentral, wie sich Studioraum und Zeit mit meinem Kind nicht als getrennte Welten verstehen lassen. Vielmehr können beide miteinander verschmelzen und einen Raum für ein offenes, gemeinsames Erleben schaffen. Die Forschung basiert auf den Prinzipien des „Verlernens“, in denen sich Hierarchien auflösen und ein gemeinsamer, gegenwartsbezogener Probenrhythmus entsteht.
Die Einbeziehung meines Kindes hat neue Dynamiken mit Teilnehmenden sichtbar gemacht und weitere Forschungsprozesse angestoßen. Auch der Titel Köldökjárás – Nabelgang entstand während einer Improvisation aus Worten und Bewegung mit meinem vierjährigen Kind.
Die Zielgruppe sind Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern.
TEAM
Facilitatorinnen Beatrix Trisha Simkó & Nóra Barna
KÜNSTLERIN
ist Tänzerin, Choreografin und Medienkünstlerin. In ihrer Arbeit untersucht sie interkulturelle und intergenerationelle Perspektiven auf gesellschaftliche Strukturen und legt dabei einen starken Fokus auf Visualität und intermediale Ansätze. Ergänzend zu ihren performativen Arbeiten initiiert sie Outreach-Projekte und entwickelt partizipative Formate. Zuletzt initiierte und entwickelte sie in Budapest eine Workshop-Konferenzreihe zum Thema „Elternschaft und künstlerische Praxis: Die Choreografie des Erhaltens“.
Sie studierte an der Moholy-Nagy Universität in Budapest sowie an der Universität Hamburg (MA. Medien Design und MA. Performance Studies). Seit fünfzehn Jahren ist sie in der ungarischen Tanzszene aktiv und arbeitet seit zehn Jahren in internationalen Kooperationen, mit einem Fokus auf Deutschland.
Sie ist eine von Aerowaves und Life Long Burning ausgewählte Künstlerin und arbeitet in enger Partnerschaft mit der Workshop Foundation Budapest. Darüber hinaus schuf sie Choreografien für das Junge Ensemble Stuttgart, das Central Europe Dance Theatre und das Csokonai Theater Debrecen. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, u. a. beim Festival d’Avignon, Aerowaves Festival, Trafó House of Contemporary Arts, Théâtre National Wallonie-Bruxelles, Španski borci Ljubljana, Hessisches Staatsballett Darmstadt, Tanz NRW, Kampnagel sowie bei den Tanzfestivals in Kuopio und Oulu.