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Psychologe*innen in ihren regelmäßigen Nachtschichten bei einer Moskauer Krisenhotline: Menschen rufen mit Ängsten, Einsamkeit und persönlichen Konflikten an, zunehmend aber auch mit Problemen, die unmittelbar mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und mit Politik verbunden sind – ein Minenfeld für eine berufliche Tätigkeit, die von Vertrauen leben sollte in einem System, das schon die Nennung des Begriffs „Krieg“ verbietet. Manche der Anrufenden haben Angehörige an der Front, viele suchen Bestätigung für ihre Sichtweisen auf die Ereignisse. Die Beratenden versuchen, auf individuelle Nöte einzugehen, ohne ihre persönliche Haltung zum Krieg zum Gegenstand der Gespräche zu machen – auch wenn dieser Krieg ihre eigene Lebensführung immer wieder vor Zerreißproben stellt: Remote aus anderen Ländern zu arbeiten ist längst nicht mehr möglich, viele Freunde verlassen Russland und täglich konfrontieren die Begegnungen am Telefon sie mit den Folgen von Propaganda und gesellschaftlicher Abschottung, während seelisch als notwendig empfundene Kritik am Staat für sie lebensgefährlich werden kann.
DE, FRA 2026. Montage: Charlotte Tourrès. Regie: Lena Karbe. Buch: Lena Karbe, Gregor Koppenburg. Kamera:Anonym. Musik: Maxence Dussère. Ton: Josefina Rodriguez, Clemens Becker. Produktion: Karbe Film (DE), Macalube Films (FRA). Verleih: Mindjazz Pictures. Kinostart: 14.05.2026 (DE).
93 Minuten. Russisch mit deu. UT.