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Darius Heid (prepared piano), Anthony Greminger (drums, elektronics) und Duy Luong (bass, live sampling) verbinden akustische Instrumente mit elektronischen Klängen, erweiterten Spieltechniken und spontaner Interaktion. Zwischen Klangfläche, Rhythmus, Geräusch und Stille entsteht Musik, die sich im Moment entwickelt und Genregrenzen bewusst hinter sich lässt. Drei Musiker aus der Kölner Szene, die aus unterschiedlichen musikalischen Perspektiven kommen und eine gemeinsame Sprache zwischen Improvisation, zeitgenössischer Musik, Electronica und Noise suchen.
Darius Heid, geboren 1999 in Aachen, ist ein in Köln lebender Komponist, Improvisator, Pianist und Klangkünstler. In seinen Werken erforscht er Resonanz, Fokus, Klangfarbe, Textur und Stille. Genreübergreifend bewegt sich seine Praxis fließend zwischen freier Improvisation, zeitgenössischer Musik, Klangkunst, experimenteller elektronischer Musik und Noise. Er ist in der Kölner und Kopenhagener Szene mit verschiedenen eigenen Projekten sowie als Konzertveranstalter aktiv. Er lotet die Klangmöglichkeiten des Klaviers aus und hat einen persönlichen Stil entwickelt, der ein differenziertes Repertoire an erweiterten Spieltechniken und Vorbereitungen mit einschließt. Als Komponist schreibt Heid für Ensembles zeitgenössischer Musik und für sein Ensemble Funkstille. Seine Kollaborationen erstrecken sich auch auf interdisziplinäre Projekte mit Tänzern sowie auf Klanginstallationen.
Anthony Greminger (*1994) ist ein deutscher Schlagzeuger, Sounddesigner und Produzent im Bereich Indie, Electronica und zeitgenössischer Jazz. 2012-2017 studierte er an der HFMT Köln und war 18/19 Mitglied des Bundesjazzorchesters. Neben dem Projekt „Maika“ (Nominierung Newcomerin des Jahres 2025 Deutscher Jazzpreis), wo er aktuell als Co-Produzent und Schlagzeuger tätig ist, arbeitet er zudem Live und als Produzent am Electronica-Projekt „Jump!“. Mit diesem veröffentlichte er 2024 zusammen mit der für Shape+ nominierten Sängerin Thea Soti aus Paris und dem Kölner Synth-Spieler Darius Heid eine erste EP mit dem Titel „Jump Out of Burning Cars“. Irgendwo im Bereich elektronischer Musik/Experimental/Industrial/Deconstructed Club. Live wird mit vorproduzierten Beats, Stimme und Synth im „Club-Kontext“ improvisiert (2025 Tour durch Indonesien inklusive Jogja Noise Bombing Festival). 2024 entwickelte und produzierte er außerdem einen drum-spezifischen Soundtrack für den deutschen Indie-Spielfilm „Baba Kush“, der bei den internationalen Hofer Filmtagen prämiert wurde.
Duy Luong wurde in Hanoi geboren und wuchs in einer Familie auf, die tief in der Musik verwurzelt ist. Seine frühen Jahre waren geprägt durch eine klassische Ausbildung an der Gitarre, bevor er zum Bass wechselte – dem Instrument, das seine weitere Laufbahn maßgeblich prägen sollte. 2014 begann er sein Jazzstudium an der renommierten Folkwang Universität der Künste in Essen bei den anerkannten Bassisten Robert Landfermann und Stefan Rademacher. Dort entwickelte Duy einen vielseitigen musikalischen Zugang und beherrscht gleichermaßen Kontrabass und E-Bass. Seither war er in zahlreichen Projekten aktiv, u. a. mit Rønee, ZOUY, dem Henning Neidhardt Trio, Luong/Neubauer/Liebhaber, LARIZA, Open Sound Control, Philipp Hayduk Kinetic, Fe Fritschi Quartet, Peter Materna Trio, Duy Luong Trio … Seine Arbeit bewegt sich zwischen Jazz, elektronischer und experimenteller Musik. Als Komponist und Performer ist er sowohl live als auch im Studio gefragt und wirkte an zahlreichen Alben und Produktionen mit.