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Giving back the Blessings bewegt sich zwischen
Clubnacht, Folk-Ritual und industrieller Landschaft.
Hier verschränken sich Vogue-Gesten, slawische
Tanztraditionen und Alltagsbewegungen zu einer
geteilten Choreografie ohne Zentrum. Der Klang
geht der Bewegung voraus, wird zum
gleichberechtigten Akteur, der den Raum
durchdringt und formt. Im Nebel verlieren sich die
Konturen der Körper, verschwimmen die Grenzen
zwischen Performenden und Publikum. Alles ist im
Fluss – Körper, Licht, Objekte, Klänge. Die
Tanzperformance von Alina Belyagina schafft einen
Raum zwischen Widerstand, Fürsorge und radikaler
Hoffnung. Den Abschluss bildet ein Khorowod/Kolo,
ein gemeinsamer Kreistanz, der zur Wahl einlädt:
einsteigen, übertreiben oder am Rand verharren.
Das Erbe zirkuliert als geteilte, chaotische Praxis.
„Flüchtige Momente, intensive Tanzinterventionen,
dazu ein treibender Bass und sphärisches Licht. Die
Münchner Choreografin hat ein performatives
Gemeinschaftserlebnis geschaffen, das einfach
Spaß macht.“ – Peter Sampel, tanznetz, München,
10.11.2025
Alina Belyagina ist eine in München lebende
Choreografin, Performerin und Moderatorin, die an der
Schnittstelle von Tanz, Theater und visuellen Medien
arbeitet. Alina wurde in der Ukraine geboren und wuchs
zwischen Westsibirien und Berditschiw auf. In ihrer Arbeit
verbindet sie Bewegung mit Text, Klang und Video, um zu
erforschen, wie Körper Bedeutung erzeugen – physisch,
politisch und poetisch.
Obwohl ihre choreografischen Arbeiten bereits seit 2019
international präsentiert werden, betrachtet sie das Jahr
2022 als den Beginn ihrer professionellen
choreografischen Karriere. Zuvor hatte sie aufgrund ihrer
nomadischen Lebensweise und ihrer Arbeit in
verschiedenen Ländern nur begrenzten Zugang zu
nationalen Förderstrukturen und entwickelte ihre Projekte
vor allem durch Festival-Einladungen, Residenzen und
selbst organisierte künstlerische Initiativen.
Diese Position außerhalb institutioneller
Rahmenbedingungen hat ihre künstlerische Praxis
tiefgreifend geprägt. Anstatt sich auf etablierte
Produktionssysteme zu verlassen, entwickelte Belyagina
eigenständige Wege, um Werke zu schaffen, zu
produzieren und international auf Tournee zu gehen. So
hat sie, obwohl sie noch zur jüngeren Generation
aufstrebender Choreograf*innen gehört, bereits ein
umfangreiches internationales Netzwerk aufgebaut und
ihre Arbeiten in ganz Europa und Asien präsentiert.