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Bertolt Brecht wurde während seines Exils in den USA 1947 vom »Komitee für unamerikanische Umtriebe« (HUAC) verhört, das kommunistische Aktivitäten bekämpfen sollte. Unter diesen Umständen hatte Brecht eine Erklärung verfasst, die er im Prozess jedoch nicht vorlesen durfte. Die Gesinnungsprüfung des deutschen Schriftstellers, Dramatikers und Regisseurs und seine rhetorische Exzellenz beim uneindeutigen Beantworten der Fragen in holprigem Englisch sind bestens dokumentiert.
Das libanesische, in Berlin im Exil lebende Künstler*innenduo Lina Majdalanie und Rabih Mroué nimmt sich in »Four Walls and a Roof« dieses denkwürdige Verhör Bertolt Brechts vor und verknüpft es mit eigenen biografischen Erfahrungen. In ihrer Beschäftigung mit Brechts idealistischem Ringen um (Meinungs-) Freiheit hallen höchst aktuelle politische Fragen und ideologische Verirrungen einer zerrissenen Welt wieder.
Vorstellung am Samstag mit Publikumsgespräch im Anschluss.
Lina Majdalanie ist eine libanesische Regisseurin, Performerin und Autorin, die in Berlin lebt. Zu ihren Arbeiten zählen »Four Walls and a Roof (2024), »Hartaqāt« (2023), »Second Look« (Videoserie, 2020) und viele weitere Projekte. Als Kuratorin zeichnete sie unter anderem verantwortlich für »No One’s Land« (Claiming Common Spaces V, Mousonturm Frankfurt, 2023), Relatively Universal (HAU Berlin, 2017) und Beyond Beirut (Mousonturm Frankfurt, 2016). Sie lehrte zudem an verschiedenen Institutionen, darunter die HEAD in Genf, DasArts in Amsterdam, die Goethe-Universität Frankfurt, die HfG Karlsruhe, die Universität Leipzig sowie die Ruhr-Universität Bochum.
Rabih Mroué, geboren in Beirut und wohnhaft in Berlin, ist Theaterregisseur, Schauspieler, bildender Künstler und Autor. Zu seinen Arbeiten zählen »Four Walls and a Roof« (2024), »Hartaqāt« (2023), »Sunny Sunday« (2020), »Riding on a Cloud« (2013) und viele weitere. Seine Arbeiten wurden unter anderem gezeigt bei der dOCUMENTA (13) in Kassel, im Centro de Arte Dos de Mayo in Madrid, bei der ICP Triennial und im MoMA in New York, im Centre Pompidou in Paris, bei SALT in Istanbul, im Museo Reina Sofía in Madrid sowie an weiteren internationalen Orten. Rabih Mroué ist Mitherausgeber von The Drama Review / TDR (New York) und Mitbegründer des Beirut Art Center (BAC). Von 2015 bis 2019 war er als Theaterregisseur an den Münchner Kammerspielen tätig.
140 Minuten ohne Pause
Größtenteils in englischer Lautsprache
Am Ende des Stücks wird Nebel eingesetzt und es zerplatzt ein Luftballon.
Alle öffentlichen Bereiche der Schwankhalle sind ebenerdig und stufenlos erreichbar.
Es gibt drei verschiedene WCs: Eine barierrefreie Toilette, die auch für Rollstuhl-Fahrer*innen nutzbar ist, eine Toilette mit 3 WC-Kabinen und eine Toilette mit Pissoirs und einer WC-Kabine.
Der Publikumsbereich ist in der Regel bestuhlt.
Die Rollstuhlplätze befinden sich in der ersten Reihe und können im Vorfeld telefonisch unter 0421 520 80 70, per Email unter ticket@schwankhalle.de oder per Eingabe im Ticketshop reserviert werden.
Individuelle Bedarfe wie bestimmte Sitzplätze, Early Boarding oder ein zusätzliches Ticket für eine Begleitperson können beim Ticketkauf bzw. -reservierung angegeben werden.
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