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ÜBER DAS OPEN FORM(AT) SHOWING
AFTER THE END
Die Veranstaltung ist zugleich Teil der Entwicklung der Arbeit „After the End“, für die während der Residenz Materialien, Methoden und partizipative Settings erarbeitet werden. Das Showing gibt Einblick in eine künstlerische Recherche, die Choreografie als zeitgenössische Form kollektiver Praxis untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bewegung, Atem, Stimme und Rhythmus Räume schaffen können, in denen gemeinsames Erleben entsteht – ohne feste Rollen zwischen Performer:innen und Publikum. Die Veranstaltung versteht sich nicht als fertige Präsentation, sondern als offene Versuchsanordnung. Besucher:innen sind eingeladen, einzelne Methoden und Arbeitsweisen kennenzulernen und – auf freiwilliger Basis – selbst Teil der Recherche zu werden. Gemeinsam werden einfache choreografische Strukturen, Bewegungsabläufe, Stimmarbeit und ritualhafte Handlungen erprobt, die im Moment entstehen und sich durch die Beteiligten verändern. Wie können choreografische Strukturen zu gemeinsamen Erfahrungen werden?
ÜBER
SAMP AND BEANS WITH MY AUNT
Die Apartheid war ein System institutionalisierter Rassentrennung, das von 1948 bis 1994 von der weißen Minderheit durchgesetzt wurde und folgende ethnische Kategorien etablierte: Weiße, Asiaten, Inder, Coloureds und schwarze Südafrikaner – in genau dieser Hierarchie.
Die Performance ist eine physische Hommage, die auf intensiven Recherchen zu den Lebenserfahrungen von Menschen gemischter Herkunft in Südafrika während und nach der Apartheid basiert. Die Arbeit befasst sich mit dem zurückeroberten Begriff „Coloured“ und der Frage, was es bedeutet, gemischter Herkunft zu sein. Sie entschlüsselt konditionierte Traumata und Identitätskomplexitäten und erzählt gleichzeitig Geschichten von Familienmitgliedern, die unter dem Apartheid-Regime lebten. Dabei erweitert das Stück den Blick über Südafrika hinaus – auf gemeinsame Erfahrungen von Menschen gemischter Herkunft weltweit.
ÜBER DAS
TEAM
Künstlerische Leitung und Choreografie Yasmine Calasse
Tanz und künstlerische Mitwirkung Kevin Claudio Ponge Kassoma
Musikkomposition Levin Weis
Vorproduktion unterstützung Julie Ilner von Unskrewd
Gestaltung und Illustration Balekane Leogoabe
Bühnenbild Yasmine Calasse
KÜNSTLERINNEN
AFTER THE END (SHOWING)
ist eine finnische Choreografin, Performerin und Kuratorin, die in Deutschland sowie international tätig ist. In ihrer interdisziplinären Praxis erforscht sie die Verbindungen zwischen Choreografie, Aktivismus, Queerness, kollektiven Körpern und Partizipation in immersiven Performanceformaten. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und am Goldsmiths, University of London. In ihren Arbeiten verbindet sie Bewegung, Text, Klang, Video und Installation zu körperlich erfahrbaren Formaten, die gesellschaftliche und politische Strukturen hinterfragen. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem im Kontext der documenta fifteen und des Goethe-Instituts. Sie ist Co-Kuratorin des Theater Orangerie in Köln.
ist Tänzerin, Performerin und Tanzkünstlerin mit Arbeitsbasis in Köln. In ihren Arbeiten untersucht sie den Körper als relationales und durchlässiges System sowie die Frage, wie sich Wahrnehmung, Präsenz und kollektive Zustände durch Bewegung, Begegnung und räumliche Konstellationen verändern. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Tanz, Performance, Körperarbeit und installativen Settings. Häufig entstehen offene, prozessbasierte und partizipative Formate, in denen kollektive Dynamiken, Resonanzräume und gemeinschaftliche Erfahrungsprozesse erforscht werden. Dabei verbindet sie choreografische, somatische und interdisziplinäre Ansätze. Seit 2009 entwickelt sie freischaffend eigene sowie kollaborative Arbeiten an den Schnittstellen von Tanz, Sound, Installation und Performance.
SAMP AND BEANS WITH MY AUNT
ist eine südafrikanisch-marokkanische zeitgenössische und Hip-Hop-Tänzerin sowie aufstrebende Choreografin, die in Köln lebt. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Dance Factory in Johannesburg sowie am Gibney und am Peridance Center in New York City. Sie ist stark von ihrem Hintergrund in der Streetdance-Szene geprägt und inspiriert und pflegt diese Verbindung in ihrer Arbeit, indem sie politisch und sozial engagiert bleibt und wichtige Themen anspricht. Insbesondere hat Yasmine ihr Werk „Confinement“ am Western-Province-Gebäude in Kapstadt präsentiert und wurde mit ihrer Produktion „It’s not what you think, allow me to clarify“ beim West Off 2025 ausgezeichnet. Als Tänzerin hat Yasmine mit verschiedenen Choreografen und deren Werken zusammengearbeitet. Yasmine ist Koproduzentin bei AFIA und Gründerin von ReIgnite Sessions. Im Jahr 2026 recherchiert Yasmine für ihre beiden kommenden Produktionen „Samp and beans with my aunt“ und „Passed down to Transcend“.